Florida

Apr/Mai 1999 + Apr/Mai 2003

Obwohl nur halb so groß wie Deutschland, gehört Florida mit seiner Küstenlinie von 3.000 Kilometern (wenn man alle Inseln berücksichtigt sind es sogar 13.600 km) mit zu den populärsten Reisezielen der Welt.

Es wäre einfach, sich auf die Küsten mit ihren vielen abwechslungsreichen, weitläufigen Stränden zu beschränken und das Hinterland zu ignorieren. Aber die dichten Wälder, die Berge des Nordens, die Blüten der Bougainvilleas und Azaleen im Frühling strafen das Vorurteil Lügen, dass Floridas Landschaft flach und langweilig sei. Nicht nur

smaragdgrünes Meer und weiße Strände gehören zu den natürlichen Attraktionen Floridas, sondern reichlich Exotik, wie Alligatoren, Silberreiher, Pelikane, Seeadler und eine faszinierende Unterwasserwelt.

Landschaft:
Tiefliegend, der höchste Punkt erreicht gerade 105 Meter über dem Meeresspiegel.

Flora und Fauna:
Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die durch das Zusammentreffen des milden Nordens mit dem subtropischen Süden profitiert.

Hurrikane:
Tropische Wirbelstürme mit mehr als 119 km/h. Die Hurrikan- Saison geht vom 1. Juni bis zum 30. November.

Architektur:
Florida entwickelte keinen eigenen Architekturstil. es gibt aber viele merkwürdige und beachtenswerte Gebäude zu sehen.

Sportveranstaltungen:
Es gibt jede Menge Sportveranstaltungen. Besonders das Frühjahr ist für die meisten Sportarten eine wichtige Zeit.

Wir waren bereits zweimal für 3 Wochen im Urlaub in Florida. Ohne Übertreibung gehören sie zu den schönsten Urlauben, die wir je hatten. Auf den folgenden Seiten berichten wir über unseren Urlaub und geben gleichzeitig ein paar Tipps für die, die auch nach Florida reisen wollen. Schaut Euch auf den Seiten

um und macht Euch ein Bild von dem, was Euch erwartet.

Clearwater Beach
Alligatoren
Frühstück mit Minnie

Schottland

Jun 2001

Im Juni 2001 nahm ich im Rahmen des Internationalen Austauschprogramms für Fachkräfte der beruflichen Bildung, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde, an einer Reise nach Schottland teil. Unter Führung eines waschechten Schotten besuchten wir Edinburgh, Glasgow und Stirling, fuhren durch die Highlands nach Norden zur IsIe of Skye, wo wir ein Wochenende verbrachten, um dann vorbei am Loch Ness nach Inverness und von Elgin über den Whisky Trail zurück in den Süden Schottlands zu fahren.

Auf unserer Reise besuchten wir zahlreiche Colleges und absolvierten ein umfassendes Arbeitsprogramm, das Gespräche mit Vertretern von Ministerien, Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen beinhaltete.

Diese Reise veranlasste uns, Schottland ein weiteres Mal privat zu besuchen und weitere Besuche zu planen. Mittlerweile haben wir Schottland gemeinsam besucht und können es als Reiseziel nur empfehlen. Wir sind uns sicher, dass es nicht das letzte Mal war.

Diesmal besuchten wir Edinburgh und die im August stattfindenden Festivals — vorrangig das Edinburgh Military Tattoo. Während dieser Zeit sind tausende Besucher aus aller Welt in der Stadt. In jedem Park steht eine Bühne, in jeder Straße findet eine Performance statt und in jeder Kneipe geht am Abend die Post ab. Und für jeden ist etwas dabei.

Natürlich haben wir auch wieder einen Ausflug in die Highlands unternommen. Diese Landschaft ist einfach sehenswert. Also, wer noch nicht dort war, macht Euch auf den Weg und schaut Euch Schottland an. Es ist auf jeden Fall eine Reise wert.


Irland

Irland ist die zweitgrößte Insel der europäischen Inselgruppe mit dem Namen Britische Inseln und besteht aus der Republik Irland und Nordirland. Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich, die Republik Irland ist politisch selbstständig. Irland wird unterteilt in 4 Provinzen und 32 Counties.

Die Hauptstadt der Irischen Republik Dublin befindet sich an der Ostküste. Weitere interessante Städte sind Cork, Limerick, Galway, Kilkenny und Waterford. Es gibt jede Menge spektakuläre und touristische Ziele, wie die Cliffs of Moher an der Westküste, den Giant's Causeway im Norden, Bru na Boinne mit seinen prähistorischen Großsteingräbern, Aran Islands, die Nationalstraße Ring of Kerry sowie den Ring of Beara.

Die offizielle erste Amtssprache ist Irisch (Gälisch), das seit Juni 2005 auch eine offiziell anerkannte Amtssprache der Europäischen Union ist. Englisch kommt aber, obwohl es „nur“ zweite Amtssprache ist, eine überragende Bedeutung im Alltag zu. Verkehrsschilder, öffentliche Bekanntmachungen und dergleichen müssen per Gesetz immer zweisprachig abgefasst sein. Die Republik Irland ist Teil der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, somit ist der Euro das offizielle Zahlungsmittel.

In Irland herrscht Linksverkehr, das heißt z.B. dass in Kreisverkehren im Uhrzeigersinn gefahren wird. Rechts-Vor-Links gilt allerdings dennoch in Irland. Auf den Straßen kommt man eher langsam voran, da sie oft sehr schmal, von Hecken oder Mauern begrenzt und kurvig sind.

Das Wetter wechselt sehr häufig, und ein sonniger Morgen ist alles andere als ein Garant für einen schönen Tag. Es empfiehlt sich eigentlich immer, einen Schirm oder eine Regenjacke dabei zu haben. Es ist völlig normal, dass es bis zu zehnmal am Tag regnet.

Irische Küche kann sich in der Regel mit der auf dem Kontinent messen lassen, zumindest in den Restaurants. Wer lediglich schnell einen kleinen Snack haben will findet praktisch überall eine große Auswahl an Sandwichbars, Fastfood-Läden oder kleinen Imbissbuden. Die Qualität lässt dabei leider oft zu wünschen übrig. Auch im kleinsten Ort findet sich in der Regel ein Pub. Dort holt man sich seine Getränke selbst an der Theke und bezahlt gleich.

Abends bieten Pubs oft Livemusik, was bereits am Tag durch entsprechende Hinweise angekündigt wird. Die Stimmung bei solchen Veranstaltungen ist einzigartig, auch, weil sie gut besucht werden. Seit Anfang des Jahres 2004 gilt ein Rauchverbot sowohl in Restaurants als auch in Pubs. Man sollte beachten, dass der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit (also auf der Straße, im Park, etc.) in Irland verboten ist.

Iren lernt man schnell, vor allem auch im Pub, kennen. Sie sind sehr offen und kommunikationsfreudig; wer Englisch kann, kann sich auch verständigen, das Verstehen des anderen fällt durch den starken Dialekt dagegen manchmal etwas schwerer. Notfalls unterhalten sich die meisten Iren auch mal mit Händen und Füßen.

Eine gute Möglichkeit der Unterbringung sind die sogenannten B&B’s, die Bed & Breakfasts. Es handelt sich hier um Unterkünfte, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden. Sie bieten oft eine ausgezeichnete Qualität und lassen sich auch vor Reiseantritt buchen. Wer außerhalb der Hauptsaison (Juli-August) unterwegs ist, kann auch einfach auf gut Glück nach den B&B-Schildern Ausschau halten, die sich auch im kleinsten Dorf finden. Klassisches irisches Frühstück ist inklusive, es gibt aber auch kontinentales.

In Irland besteht für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung — soweit dringend erforderlich — bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Die Europäische Krankenversicherungskarte, die von der Krankenkasse ausgestellt wird, ist vor der Reise einzuholen. Diese berechtigt zu einer Notfallbehandlung im öffentlichen irischen Gesundheitssystem und ist direkt beim Arzt oder im Krankenhaus vorzulegen.

Unsere Reise nach Irland


Bretagne

Jun 2018

Joachim und Reni hatten für den gesamten Juni 2018 ein Ferienhaus in Plevenon am Cap Frehel in der Bretagne. Da sie uns eingeladen hatten, Karin aber wegen ihrer Arbeit nicht mitfahren konnte, bin ich allein für 10 Tage in der Bretagne gewesen. Bin also am 01. Juni nach Wuppertal gefahren und am 02. Juni gemeinsam mit Joachim und Reni gestartet, allerdings mit zwei Autos. Insgesamt sind es ab Eisenach ca. 1.200 Kilometer, von Wuppertal aus haben wir trotzdem 10 Stunden benötigt. 

Die Strecke verlief über Aachen, auf der E40 quer durch Belgien, vorbei an Lüttich, Namur, La Luviére und Mons, nach Frankreich. Dort fuhren wir meist auf Autobahnen (ca. 25,00 Euro Maut), auf der A2 über Amiens und dann auf der A29 in Richtung Le Havre. Nach der Überquerung der Seine ging es weiter auf der A13 nach Caen, danach auf der A84 bis Avranches. Der Rest der Strecke verlief auf der N176, vorbei am Mont Saint Michel und Saint Malo, und auf Landstraßen weiter nach Plevenon am Cap Fréhel.

Wir besuchten natürlich das fünf Kilometer nordwestlich des Ortskerns auf dem Gebiet der Gemeinde liegende das Fort la Latte und besichtigten es. Jetzt in der Vorsaison war es noch sehr ruhig und viele der Ferienhäuser waren noch verschlossen.

Vor und nach der Hauptsaison sind an den Stränden oft nur sehr wenige Menschen unterwegs. Wir besuchten am Sonntag den Flohmarkt in Erquy und in der Woche die Bauernmärkte in Matignon und Dinard. Am Cap d´Erquy wanderten an der Steilküste und den Stränden vom Plage de Caroual bis zum Plage Sables d´Dor.

Tagesausflüge unternahm ich nach Saint Malo und Dinan sowie zum Mont Saint Michel, den ich unbedingt in natura sehen wollte. Ein kurzer Abstecher galt auch Cancale, der heimlichen Hauptstadt der Austern (ich habe sie trotz eines Preises von 6,00 Euro für das Dutzend nicht probiert).

Die Stadt Saint Malo ist der bedeutendste Hafen an der bretonischen Nordküste und aufgrund ihres historischen Stadtkerns sowie ihrer Festungsanlagen einer der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs. In der Bucht von Saint-Malo gibt es einen der größten Gezeitenunterschiede Europas: bis zu zwölf Meter Differenz liegen zwischen Niedrigwasser und Hochwasser. Drei der vorgelagerten Inseln Grand Bé und Petit Bé sowie das Fort National sind daher bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar.

Da Ebbe war, bin ich zuerst zum Fort National hinüber gelaufen und danach durch eines der Stadttore in die Altstadt, die ich durchquerte. Den besten Überblick erhält man, wenn man die Altstadt auf den Stadtmauern umrundet. Zum Schluss bin ich wieder in die Altstadt gelaufen und habe ein gutes Restaurant gefunden, in dem ich mich stärken konnte. Es ist eine sehenswerte Stadt.

Die bretonische Stadt Dinan ist von einem beeindruckenden Ring an Stadtmauern umgeben. Strategisch für den Verkehr zwischen der Normandie und der nördlichen Küste der Bretagne gelegen, wurde Dinan überwiegend auf einem Hügel erbaut. Die Altstadt liegt etwa 75 m über dem Fluss Rance, der nach Norden fließt und zwischen Saint-Malo und Dinard in den Ärmelkanal mündet. Dinan stellte lange Zeit den nördlichsten Punkt zum Überqueren der Rance und ihres breiten Mündungsdeltas dar. 

Im 20. Jahrhundert wurde die Altstadt von Dinan zur Beute eines Brandes (1907) und im August 1944 bombardiert. Bis in die heutige Zeit wurde das Kulturerbe der Stadt restauriert. Die Fachwerkhäuser säumen noch heute die Place des Cordeliers, die Rue de l'Horloge und andere gepflasterte Straßen im Zentrum. Die Kirchen Saint- Sauveur und Saint-Malo liegen in der Mitte der beiden alten Gemeinden der Stadt.

Wenn man schon einmal in der Gegend ist, muss man ihn besuchen - den Mont Saint Michel. Mont-Saint-Michel ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner in Frankreich. Sie liegt auf der gleichnamigen Klosterinsel in der Region Normandie im Département Manche auf dem Gemeindegebiet von Le Mont-Saint-Michel. Die Bauten auf dem Mont-Saint-Michel gehören nicht allein zum kulturellen Erbe Europas - seit 1979 sind sowohl der Klosterberg als auch die umgebende Bucht Teil des UNESCO-Welterbes. Von der ehemals reichen Ausstattung der Abtei ist - nach den Plünderungen und Zerstörungen in der Zeit der Französischen Revolution - nur wenig erhalten geblieben. 

So sind die Räumlichkeiten weitgehend ohne Mobiliar oder Wandbehänge. Einige aus Kalkstein gefertigte Bildreliefs des im Jahre 1547 entstandenen Renaissance- Lettners haben jedoch die Zeiten überdauert. Die Abtei des Mont-Saint-Michel ist einer der größten erhaltenen Baukomplexe des europäischen Mittelalters und zweifellos eines der bekanntesten und meistbesuchten Monumente der Welt. Die Gebäude des Klosterberges gewähren Einblicke in die Aufgabenkomplexität einer mittelalterlichen Abtei.

Während in Deutschland zu dieser Zeit täglich um die 30°C und Gewitter an der Tagesordnung waren, war das Wetter dort abwechslungsreich. Temperaturen zwischen 17°C und 22°C, Sonne, Wolken, ein paar mal Regen, eine Nacht Gewitter und an zwei Tagen Nebel. Für meinen Aufenthalt war es optimal und ich will auf jeden Fall noch einmal hinfahren. Dann allerdings mit Karin.

Und hier geht´s weiter.


Gardasee

Apr 2022

Zuletzt waren wir 2022 am Gardasee, diesmal oben in Tignale oberhalb von Gargnano, im Hotel “La Rotonda" auf etwa 600 m (ca. 500 m über dem See) und bietet einen herrlichen Ausblick. Unser Zimmer hatte einen schönen Balkon mit Seeblick. Das Essen im Hotel war einfach, aber okay. An allen Tagen haben wir, unabhängig vom Wetter, Wanderungen übernommen. Am Sonntag und Dienstag regnete es jeweils vormittags ein wenig und am Abend war es auf dem Balkon nur mit langer Hosen, Jacke und umgehängter Decke auszuhalten. Ab Mittwoch war das Wetter so, wie man es sich wünscht: blauer Himmel und Sonnenschein.

Unsere Wanderungen:

  • Sonntag: durch Limone sul Garda auf den Rad- und Wanderweg in Richtung Garda und zurück 

  • Montag: von Prabione zum Monte Cas und Kloster Montecastello

  • Dienstag: Rundwanderung von Pieve nach Priezzo-Sompriezzo, Voiandes und Secastello zurück nach Pieve

  • Mittwoch: Auf dem Sentiero Ponale von Riva del Garda bis Bicesa di Ledro und zurück

  • Donnerstag: Von Capovalle auf den Monte Stino 

  • Freitag: Von Navazzo auf den Monte Castello di Gaina

Apr 2019

Die letzten beiden Male waren wir jeweils im April dort. Es ist schon schönes Wetter, nicht so warm und nicht überlaufen. Viele Hotels haben zu dieser Zeit noch geschlossen. Da uns Gargnano gut gefällt waren wir zuletzt einmal im Hotel "Livia", wobei wir den schönen Pool zu dieser Jahreszeit noch nicht nutzen konnten. Aber sonnst war alles okay, ein kleines, familiengeführtes Hotel mit netten Zimmern und angenehmen Ambiente. Palmen vor dem Hotel, Orangen und Zitronen an den Bäumen, der Pool gefüllt und viel grün, alles so, wie man sich Italien vorstellt.

Zum Wandern ist diese Zeit ideal und so haben wir auch während dieses Aufenthalts wieder sehr viel unternommen. So wanderten wir auf die "Cima Comer" und auf dem Monte Baldo, besichtigten wieder Malcesine, haben die 3-Kirchenwanderung bei Renzano/Salo unternommen, sind auf dem "Sentiero panoramico Busatte Tempesta" bei Torbole gewandert, waren in Torbole, Riva und wieder im Outlet Center in Brescia, und sind auf die "Cima Rochetta" gewandert. Und Nachts konnte man sehr gut bei angenehmen Temperaturen schlafen.

Jul 2005

Der Gardasee ist ein beliebtes Reiseziel und wir waren schon mehrfach dort. Beim ersten Mal waren wir durch die verordneten Betriebsferien gezwungen, Ende Juli eine Woche unseres Urlaubs hier zu verbringen, was sich als nicht ideal erwies. Das Hotel "Palazzina" in Gargnano war sehr angenehm mit schönem Pool und toller Küche. Aber nachts waren es immer um die 28°C, was absolut nicht unsere Temperatur zum Schlafen ist. Außerdem war es am Tag ja immer noch wärmer.

Trotzdem haben wir damals viel unternommen, wir waren zweimal auf dem Monte Baldo, in Malcesine, im Outlet in Brescia, Wandern rund um Gargnano und haben auch den Pool im Hotel strapaziert. Die Abende haben wir erst auf der Terrasse des Hotels und danach noch lange auf dem Balkon unseres Zimmers verbracht.  Aber die Gegend und die Erinnerungen an diesen Urlaub haben uns später doch wieder an den Gardasee gebracht.


Toskana

Sep 2018

Wir waren der Meinung, dass wir jetzt das Alter haben, um auch einmal in die Toskana fahren zu können. Da wir ein gutes Pauschalangebot fanden, buchten wir vom 22. bis 29. September 2018 in San Donato in Fronzano im Hotel "Fattoria degli Usignoli". Stress haben und brauchen wir nicht mehr, also planten wir für die Hin- und Rückfahrt zwei Tage mit je einer Übernachtung in Österreich ein. Auf der Fahrt gen Süden war Trins im Gschnitztal unser Übenachtungsort. Wetter.com sagte gutes Reisewetter voraus —also beste Voraussetzungen für einen schönen Urlaub.

Zwischenstopp im Gschnitz Tal

Wir starteten am 21. September nach dem Frühstück und fuhren auf der A 7 nach Füssen, wechselten auf die Fernpassstraße und bogen in Nassereith links ab. Dort fuhren wir erst hinauf zum Mieminger Plateau und von dort hinunter ins Inntal auf die Autobahn, wo wir der Ausschilderung in Richtung Brenner folgten. Vor der italienischen Grenzen fuhren wir in Matrei von der Autobahn ab und folgten der alten Brennerbundesstraße bis Steinach, wo wir ins Gschnitztal abbogen. 

Wienerhof in Trins

Einquartiert hatten wir uns im "Weberhof" am Orteingang von Trins, einem Bauernhof mit zugehöriger Pension. Wir hatten für unsere Fahrt hierher ca. 7 Stunden gebraucht. Zum Essen gingen wir im Ort in den "Wienerhof", den wir von früheren Urlauben hier kannten. Das Neue Hotel ist jetzt "Tiroler Wirtshaus" und bietet regionale Gerichte. Super empfehlenswert, nicht nur zum Essen.

San Donato in Fronzano

Nach dem reichlichen Frühstück im "Weberhof" starteten wir zur zweiten Etappe, fuhren zuerst zur Tankstelle um Vollzutanken und danach auf die Autobahn und nach Italien. Mit Navi überhaupt kein Problem, immer geradeaus und nach ca. 6 Stunden hinter Florenz runter von der Autobahn. Danach noch ca. 30 Minuten auf schmalen Straßen mit 100 Kurven bis San Donato und unserem Hotel. 

Fattoria degli Usignoli

Die "Fattoria degli Usignoli", ein ehemaliger Gutshof, liegt ca. 30 Kilometer von Florenz entfernt auf einer Anhöhe über dem Arnotal. Das gesamte Areal erstreckt sich über 11 Hektar. Das Hotel bietet einen großen Parkplatz, 2 Pools und zahlreiche Sportmöglichkeiten. Die Küche bietet echte toskanische Gerichte aus Produkten der Region. Unsere Halbpension (sehr reichliches Frühstück und 3-Gang-Menü am Abend) war hervorragend. "Usignoli" produziert selbst Weiß- und Rotweine, natives Olivenöl, Honig und Grappa. Das Hotel verfügt über 43 Apartments und 27 schöne Zimmer.

Die Toskana bietet ja für jeden etwas: reichlich historische Städte und Orte, die man besichtigen kann, Kirchen ohne Ende, die Küste und das Meer, den Pratomagno zum Wandern oder Biken, Straßen mit tausenden von Kurven für Motorradfahrer oder den Valdarno mit dem Chianti-Weinanbaugebiet. Wir haben versucht, einiges davon kennenzulernen und auszuprobieren und waren in den nordöstlichen Provinzen unterwegs. 

Arezzo

Da wir keine wirklichen Stadt-, Kirchen- und Museumsbesichtiger sind, haben wir uns zumindest zwei Städte ausgewählt: Arezzo und Florenz. Arezzo ist nicht allzu groß, hat eine schönen historischen Stadtkern mit zahlreichen Kirchen uns ist vor allem nicht von Touristen überschwemmt. Wir besuchten es am Montag und haben also eine Runde durch die Altstadt gedreht, uns Paläste und Kirchen angeschaut und ein paar Sommertrüffel erworben. die wir mit nach Hause genommen haben.

Florenz

Eine Zugfahrkarte von Sant Ellero nach Florenz war in unserer Pauschalreise enthalten und wenn wir schon einmal in der Toskana waren, wollten wir Florenz auch sehen (Dienstag). Vom Bahnhof liefen wir in Richtung Dom, Baptisterium und Campanile, vor den sich tausende von Menschen befanden, die teils in Schlangen anstehend auf eine Besichtigung hofften. Also liefen wir über die Piazza della Repubblica, vorbei an verscheiden Märkten, zur Piazza della Signoria (auch hier waren viele Touristen unterwegs) und gönnten uns dort eine Pizza und ein Bier. 

Vallombrosa

Da auch das "am Pool herumliegen" nicht unser Ding ist. haben wir an allen anderen Tagen natürlich auch etwas übernommen. Wir fuhren am Sonntag nach Saltino und zur Abtei Vallombrosa und wanderten von dort hinauf zum   Secchieta. Auf 1.500 Metern üNN waren die Temperaturen etwas angenehmer. als im Tal. Außerdem gab es oben ein Restaurant zum Erfrischen und Stärken. Auf dem Rückweg besuchten wir das Outlet-Center (alle großen Marken Italiens sind hier vertreten) in Leccio, fanden aber nichts, für das es sich lohnt, Geld auszugeben. 

Fattoria La Vialla

Am Mittwoch fuhren wir zur “Fattoria La Vialla", einem Biolandgut (Demeter), in dem man preiswert einkehren und einkaufen, aber auch übernachten kann. Alle Produkte tragen das Bio-Siegel. Und alle Mitarbeiter sprechen deutsch, deshalb sind auch sehr viele Besucher deutsche Touristen. Am Donnerstag fuhren wir durch den Pratomagno nach Norden und besuchten die kleinen Städtchen Poppi und Bibbiena. Die Rücktour führte uns über den Consuma-Pass und Vallombrosa.

Pratamagno

Am Freitag wollten wir nochmals wandern. Wir fuhren durch den Pratamagno hinauf zur Panoramastraße, die auf der Südseite tolle Ausblicke auf den Valdamo bietet. Allerdings ist die Straße nur bis zur Hälfte asphaltiert, danach nur noch ein Schotterweg. Auf einem der Parkplätze am Weg stellten wir das Auto ab und wanderten hinauf zum Kreuz des Pratamagno (1.591 Meter üNN). Von dort bot sich ein herrlicher Ausblick in alle Himmelsrichtungen. 

Consuma-Pass

Weiter fuhren wir auf der Schotter-Panoramastraße, die sich nach kurzer Fahrt nach Norden wendete, wo an einem Restaurant (Wanderhütte) der Asphalt wieder begann. Hier kehrten wir ein, gönnten uns Kaffee und Nudeln mit Pilzen und fuhren dann über Poppi und den Consuma-Pass zurück zum Hotel.

Rückfahrt nach Hause

Für die Rücktour hatten wir während der Woche eine Übernachtung in Nassereith gebucht. Also fuhren wir am Samstag nach dem Frühstück und Check out auf die Autobahn in Richtung Norden. Am Brenner tankten wir in Österreich wieder voll und fuhren auf der Inntalautobahn und über Mieming nach Nassereith. 

Das "Gästehaus Gerti” erwies sich als Glücksgriff. Freundliche Wirtin, große Zimmer und reichhaltiges Frühstück — eigentlich zu schade für nur eine Nacht. Am Sonntag fuhren wir dann nach dem Frühstück über den Fernpass und die A 7 zurück nach Hause. Auch dafür benötigten wir wieder ca. 6 Sunden. Die gesamte gefahrene Strecke in unserem Urlaub betrug etwa 2.500 Kilometer.